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Deutscher Hörbuchpreis 2016 in der Kategorie »Bestes Hörspiel«

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Wir
Jewgenij Samjatin / Gisela Drohla (Übersetzung)
Der Audio Verlag / SWR
Andreas Pietschmann, Jana Schulz, Patrycia Ziolkowska, Hanns Zischler, Hedi Kriegeskotte, Wilfried Hochholdinger
Musik: Raphael D. Thöne / Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR
Hörbeispiel:

Kurzbeschreibung:
In Samjatins 1920 entstandenem Roman ist der "unzivilisierte Zustand der Freiheit" überwunden. Nach 200-jährigem Krieg sind die alten Beherrscher der Welt, der Hunger und die Liebe, besiegt. Doch D-503, Konstrukteur eines Raketenflugzeugs namens Integral, trifft auf I-330, eine Revolutionärin, die gegen den allmächtigen "Einzigen Staat", dessen Führer (den "Wohltäter") und dessen Geheimdienst (die "Beschützer") rebelliert. Also muss der "Einzige Staat" den letzten Beherrscher der Welt eliminieren: die Phantasie – was sich mittels einer kleinen Gehirnoperation erledigen lässt.

Begründung der Preisträgerjury:
Applaus und Aufmerksamkeit für ein herausragendes zeitgenössisches Hörspiel, das mit einer wiederentdeckten klassischen Vorlage aktuelle Themen anspricht: „Wir“ erzeugt gleich auf mehreren Ebenen einen Sog, der den Zuhörer fesselt und die Produktion lange nachklingen lässt. Das gilt für die exzellenten Sprecherleistungen unter der Regie von Christoph Kalkowski ebenso wie für die mitunter monumental orchestrierte Musik Raphael D. Thönes mit ihren perfekten Tempo- und Klangwechseln. Bombastisch und behutsam, betörend und ernüchternd. Perfektes Hör-Kino!

Begründung der Nominierungsjury:
Mit der vom Radio-Sinfonieorchester des SWR groß instrumentierten Komposition von Raphael D. Thöne bekommt die Hörspielfassung von Jewgenij Samjatins Dystopie „Wir“ in der Regie von Christoph Kalkowski die akustische Qualität eines sowjetischen Monumentalfilms. Zusammen mit dem ausgefeilten Sounddesign und den Stimmen von Andreas Pietschmann als D-503, Jana Schulz als I-330 und Hanns Zischler in der Doppelrolle als Wohltäter und Fonolektor entwickelt das Hörspiel eine beunruhigend gegenwärtige Anmutung.

Die Preisträger:

Christoph Kalkowski
Von Beginn seiner künstlerischen Arbeit an baut Christoph Kalkowski Hörwelten. An der legendären Baracke des Deutschen Theater Berlin initiierte er das innovative Programformat "Hörraum", das nur auf das akustische Erleben ausgerichtet war. Zu seinen ersten hier aufgeführten Hörspielen gehört "Harmann". In der Folgezeit gestaltete und produzierte er diverse, zum Teil preisgekrönte Hörspiele wie "Die Blauzeugen". Kalkowskis Themen sind politisch und gesellschaftskritisch. Sein selbst produziertes Hörspiel "Die Menschenfabrik" nahm "Der Audio Verlag" in sein Programm auf. Aus dem Hörspiel "Der Kongress der Supervisionäre" löste Kalkowski einen Erzählstrang heraus und entwickelte daraus die Geschichte für seinen ersten Kurzfilm "Die Operation". Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählen "Der Android"(in Zusammenarbeit mit Kraftwerk), "Limassol", "Der Reaktor" und "Die andere Seite". Auf der Suche nach brisanten Stoffen stieß er auf Jewgenij Samjatins visionäres Werk "Wir".

Christoph Kalkowski

© Christoph Kalkowski

Dr. Raphael D. Thöne
Raphael D. Thöne studierte Komposition (Manfred Trojahn, Düsseldorf) und Musiktheorie (Dieter Torkewitz, Essen) und promovierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien über das symphonische Schaffen Malcolm Arnolds. Stipendiat am Berklee College of Music Boston (USA). Vielfältige Arbeit als Komponist für Orchester und Kammermusikbesetzungen ("Echoes of Nature" / Day of Song 2014), SWR Hörspielmusik "Wir"(Radiosinfonieorchester Stuttgart), Bläsermusik für den CVJM Westbund und den Strube Verlag München 2013/2014). Thöne lehrt die Fächer Musiktheorie, Gehörbildung, Jazztheorie und Komposition an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und ist Sprecher des Instituts für Jazz | Rock | Pop der HMTMH.

Dr. Raphael D. Thöne

© Bettina Engel-Albustin

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