Nominiert für den Deutschen Hörbuchpreis 2022 in der Kategorie
»Bester Interpret«

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Edgar Selge
Argon Verlag
Nominiert als bester Interpret: Edgar Selge
Hörbeispiel:

Kurzbeschreibung:
In einem bürgerlichen Haushalt der Fünfziger Jahre wächst ein Junge heran. Noch unter dem Eindruck des Krieges versuchen die Eltern, durch Hingabe an klassische Musik und Literatur nachzuholen, was zwischenzeitlich verloren schien. Überall spürt der Sohn Risse in dieser geordneten Welt. Gebannt verfolgt er die politischen Auseinandersetzungen, die seine Brüder mit Vater und Mutter führen. Aber er bleibt Zuschauer und flüchtet sich immer häufiger in die Welt der Fantasie.

Begründung der Nominierungsjury: 
Unsentimental und mit fein ironischem Unterton liest Edgar Selge seinen autobiografischen Roman, der so grausam wie zärtlich sein Aufwachsen beschreibt. Mit gemischten Gefühlen folgt man etwa dem Kind in die surreale Atmosphäre eines Hauskonzerts mit Gefängnisinsassen, erlebt den moralischen Druck, der auf seiner Pubertät lastet. Selge rückt den politischen Streit im Elternhaus über die Schatten der NS-Zeit ebenso in die Gegenwart wie die Trauer der Eltern über den Tod der Brüder. Dabei kippt sein Ton nie ins Selbstmitleidige.

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