Kurzbeschreibung:
Der Künstler Otto Pankok arbeitete in den 1930er Jahren mitten unter den Sintizze und Sinti im Düsseldorfer Heinefeld, gewann ihr Vertrauen und schuf eindrucksvolle Porträts dieser Menschen. Als sie in der NS-Zeit systematisch verfolgt, deportiert und ermordet wurden, bewahrte Pankok, selbst als „entartet“ verfemt, seine Solidarität und Freundschaft. Zeitzeugnisse, O-Töne und Musik verbinden sich zu einem visuellen und akustischen Dokument der Erinnerung und Mahnung.
Begründung der Nominierungsjury:
Dieses Hörbuch ist wahrhaft „besonders". Wie in einem Mosaik fügt sich aus biografischen und einordnenden Texten, Originaltönen und Dialogen ein Bild zusammen, das ungeheuer plastisch von unbarmherziger Verfolgung, aber auch von Menschlichkeit erzählt. Die unterliegende und zwischen die Kapitel gesetzte Musik erzeugt dabei eine intensive emotionale Atmosphäre und schafft den Raum, die Texte nachwirken zu lassen. In Verbindung mit dem ausführlichen Booklet haben die Macher einen Gedenkort zum Hören, Sehen und Fühlen erschaffen.