Kurzbeschreibung:
Im Jahr 1956 kehrt Mascha Kaléko, die 1938 in die USA emigriert war, zum ersten Mal für eine Vortragsreise nach Deutschland zurück. Die Akademie der Künste in West-Berlin will der Lyrikerin den Fontane-Preis verleihen. Als sie erfährt, dass der ehemalige SS-Führer Hans Egon Holthusen in der Jury saß, lehnt sie ab. Untermalt von eigenen Kompositionen für Harmonium, Celesta und Klavier vereint Regisseurin Ulrike Haage Gedichte, Briefe und Tagebucheinträge aus Kalékos Nachlass.
Begründung der Nominierungsjury:
Ulrike Haage hat ein musikalisches und textliches Gespinst zu einem Gesamtkunstwerk gewoben. In diesem originären Hörspiel lässt sie Mascha Kalékos späteren Lebensabschnitt lebendig werden. Mehrdeutig, aber immer verständlich, frech, ironisch, melancholisch, verspielt, poetisch und pointiert erlebt der Hörer den typischen Kaléko-Sound auch mit weniger bekannten Texten. Eine gelungene, einfühlsame und tiefgründige Auseinandersetzung mit Leben und Werk Mascha Kalékos.