Für sein Gesamtprogramm wird der Verlag Hörkultur, Zürich, ausgezeichnet. Preisträger sind die Verleger Wolfgang und Martina Koch.
"Erlesenes Hören" steht über dem Programm des jungen Schweizer Verlags "Hörkultur", der sich auf der Frankfurter Buchmesse 2005 erstmals mit einem kleinen Angebot an Hörbüchern präsentierte. Noch immer ist das Programm schmal, doch belegen Angebot und Ausstattung bereits die erklärte Absicht des Verlages, "mit Hörkultur dem Mainstream die Stirn zu bieten" und sich "deutlich vom Wettbewerb auf diesem stetig wachsenden Markt zu unterscheiden". Hörbar gemacht wurden bislang u.a. Texte der Brecht-Gefährtin Ruth Berlau, der vergessenen Exil-Schriftstellerin Anna Gmeyner und des russischen Satirikers Michail Sostschenko, gelesen von so namhaften Schauspielern wie Iris Berben, Corinna Kirchhoff oder Boris Mattèrn. Der Deutsche Hörbuchpreis 2007 für den "Besten Interpreten", der an Volker Lechtenbrink geht, zeichnet ebenfalls einen Titel des Verlags aus. In der Kategorie "Beste Interpretin" war eine weitere "Hörkultur"-Produktion mit Cordula Trantow für den Preis nominiert.
Aus der Begründung der Jury:
Die notwendigen Entscheidungen werden vom Verlegerpaar Martina und Wolfgang Koch mit Bedacht und Besonnenheit gefällt. Ungewöhnliche Beigaben wie DVD´s oder CD´s (...) sowie hilfreiche Booklet-Texte machen die bislang erschienenen fünf Produktionen zu Genüssen (...) für alle Sinne und Ansprüche.
Wolfgang Koch, geb. 1951 im Rheinland, war lange für deutsche Banken tätig, bevor er 1989/90 erste verlegerische Erfahrungen sammelte. 1994 machte er sich als Unternehmensberater selbständig. Gemeinsam mit seiner Frau Martina Koch, die kaufmännische Erfahrung im Musikbereich mitbrachte, gründete er 2005 die „Hörkultur Medien AG“.